Beim Besuch einer bekannteren Buchladenkette blieb ich einige Zeit vor dem Regal der Zeitmanagement Bücher stehen. Eine wirklich beachtliche Anzahl der unterschiedlichsten Autoren und Tools waren dort vertreten. Es war alles zu finden, was des Zeitmanagers Herz begehrt – Anekdoten über Tools, über Ziele, Visionen und Träume. Verwunderlich ist das nicht. Zeitmanagement ist nicht nur bei Twitter hoch im Kurs. Wir suchen doch alle nach dem einen richtigen Tool, dass unser Leben strukturiert und unsere Zeit im Zaum hält. Ein Problem gibt es allerdings doch noch – auch die noch so große Auswahl kann über eine Tatsache nicht hinwegtäuschen:

Die Zeit lässt sich nicht managen!

Diese Erkenntnis ist gar nicht neu. Schon Stephen Covey schrieb in seinem Bestseller „Die sieben Wege der Effektivität“ bereits 1989 über dieses paradoxe Phänomen.
Wenn wir die Zeit nicht managen können, was tun wir dann mit ihr? Am besten gar nichts.
Jedem von uns steht die gleiche Zeit zur Verfügung. Der Tag jedes Menschen beginnt mit dem Aufstehen und endet in der Regel mit dem Schlafengehen. Das war 1989 so und bleibt vermutlich auch noch eine ganze Weile so. Das, was uns unterscheidet, sind die Inhalte, die dazwischen liegen.

Vom Zeitmanager zum Zeitgestalter

Wir sind keine Zeitmanager. Wir sind Zeitgestalter – kreative Autoren unseres eigenen Lebens, aktive Akteure des Lebens. Wir kreieren auf der Basis unserer Erkenntnisse über uns selbst ein Leben in Balance und Achtsamkeit. Nicht, weil wir alle Tools kennen, sondern weil wir die richtigen Tools für unser ganz persönliches Leben verinnerlicht haben und diese gestaltend einsetzen können.

Erst die Wurzel, dann die Krone

Stellen Sie sich einen Gärtner vor, der alles daran setzt einen Baum in seinem Garten zu hegen und zu pflegen. Dabei achtet er in besonderer Weise auf die Dinge, die man gut sehen kann – die Krone seines Schmuckstücks. Er beschneidet sie regelmäßig, bindet Äste zusammen, um sie kunstvoll zu arrangieren und genießt den Anblick. Nur der Halt seines Baumes bereitet ihm Sorgen. Je größer die Wurzel wächst, desto mehr krümmt sich der Stamm. Kein Problem für den grünen Daumen – er schützt den Baum mit allerlei Mitteln. Ein Brett nach dem anderen bindet er um den Stamm, stützt ihn ab, versucht ihm Halt zu geben.
Nicht selten gleicht das unserem Streben das Leben durch den Einsatz reizvoller Tools  nach außen organisiert und aufgeräumt zu bekommen. Den zu dünnen Stamm stützen wir durch Hilfsmittel, wie Kurztrips zur Entspannung, mentale Übungen oder andere Ausflüchte in diverse Ersatzbefriedigungen.
Dabei ist die eigentliche Antwort auf das Stammproblem überraschend naheliegend. Gesunde Wurzeln bringen gesunde und große Stämme hervor. Ein kräftiger Stamm kann eine ausladende Krone problemlos halten.
Wurzelarbeit ist die Arbeit an unseren Werten, unserer Identität und unseren Bedürfnissen.  Wir können unser Leben nicht durch Tools managen, wenn wir gar nicht wissen, wer wir eigentlich sind und womit wir unsere Zeit verbringen wollen.


Das ist einer der Gründe, warum wir bei Wegvisor Personal Coaching

[Klicken Sie hier]  so ernst nehmen. Nur wer sich selbst kennt, kann die Frucht seines Lebens genießen. Vielleichten halten auch Sie, als versierter Zeitgestalter, kurz inne und stellen sich folgende Fragen: Bildet Ihre Lebenswurzel einen starken Stamm aus? Hält er die Krone Ihres Lebens?

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