Nach einer erneuten Studie der DAK durch das Unternehmen forsa wollen mehr als 50% der Deutschen weniger Stress 2014. Damit liegt der Wert ganz ähnlich zu den Vorjahren 2011, 2012 und 2013.

Es ist unglaublich interessant, dass wir immer wieder den gleichen, tief verwurzelten Wunsch nach weniger Stress in uns tragen. Wir fühlen uns also getrieben. Wovon eigentlich? Stress ist ja nicht gleich Stress. Die eine Arbeit nimmt uns völlig in Beschlag, raubt uns den Schlaf und wir lieben es, weil es uns gut tut, voranbringt oder Sinn stiftet. Die andere Beschäftigung treibt uns tiefer und tiefer ins Hamsterrad. Über Dis – und Eustress möchte ich an dieser Stelle nicht schreiben. Ist der Wunsch nach weniger Stress nicht vielmehr die Sehnsucht nach lebensgestaltender Freiheit?

Würden wir einen gemeinsamen Coachingweg gehen, wäre meine erste Frage vermutlich, jene nach den Spielwiesen unseres Lebens. Jeder von uns füllt sein Leben mit den unterschiedlichsten Rollen. Vielleicht sind wir Vater, Ehemann, Führungskraft oder Sportler. Wir sind auch ein Individuum, arbeiten vielleicht in einem Verein oder engagieren uns in der Politik. Anhand unserer Lebensrollen werden die Glaubenssätze, denen wir bewusst oder unbewusst unterliegen, erfahrbar. Glaubenssätze sind gewachsene Dogmen, die beschreiben, wie unser Leben funktioniert. Jeder von uns kennt solche Sätze: „Das schaffe ich niemals!“, „Ich muss einfach der Beste sein!“, „Ohne Fleiß kein Preis!“ usw. Destruktive oder fehlerhafte Glaubenssätze sind wie ein Hamsterkäfig. Strebe um Strebe formen Sie ein Gefängnis, aus dem wir nicht mehr entkommen. Mit jedem Glaubenssatz definieren wir und Andere unterschiedliche Ansprüche an unsere Rollen. Nicht selten kommt es zu Intra – oder Interrollenkonflikten.

Wir sprechen von Intrarollenkonflikten, wenn die eigenen und die fremden Erwartungen in einer Rolle aufeinanderprallen. Stehen Ansprüche in unterschiedliche Rollen im Widerspruch zueinander, sprechen wir von Interrollenkonflikten.

In beiden Fällen werden Sie diese konträren Ansprüche unbewusst als Stress interpretieren.

Einer meiner Klienten beschrieb seinen Intrakonflikt wie folgt:

„Es ist mein Anspruch, ein Ohr für die Angestellten zu haben, sie zu kennen und mich auf sie einzulassen. Das kostete Zeit. Aber mein Vorgesetzter gibt mir diese Zeit nicht. Er will Erfolge sehen und schnelle Resultate. Ihm geht es um Gewinnsteigerung und Effizienz.“ Die Ansprüche des Klienten und die seines Vorgesetzten stehen konträr zu einander.

Es braucht Zeit diese Konflikte zu definieren und die dahinter liegenden Glaubenssätze zu erkennen. Aber in vielen Klientengesprächen höre ich den Satz: „Im Moment kann ich mir nicht die Zeit nehmen, darüber nachzudenken.“ Damit gehen wir ein unabschätzbares Risiko ein. Dem schnell drehenden Hamsterrad zu entfliehen, gleicht dem Versuch, auf einem sich bewegendem Laufband im Fitnessstudio stehen zubleiben. Der Sturz bekommt uns in der Regel nicht gut. Es ist wesentlich ratsamer, wir halten an, steigen aus und begeben uns zu Fuß auf die Suche nach Stressfreiheit. Sie müssen nicht alleine gehen. Bei Wegvisor machen wir uns gemeinsam mit Ihnen auf diesen Weg. Unsere Coaches in Chemnitz, Dresden und Leipzig begleiten Sie gern!

Brechen Sie aus! 2015 gehören Sie nicht mehr zu den 60% der gestressten Deutschen. Sie sind dann ein Lebensgestalter!

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