Vor ein paar Tagen habe ich mir einen Film gekauft, den ich schon lange wieder einmal sehen wollte: Den ersten Teil von „Der Hobbit“. Ich schaute mir die Anhänge zum Film an und wurde plötzlich in eine sehr spannende Situation mit hineingenommen…

Folgendes ist passiert. Eine Herausforderung beim Dreh des Filmes war es, die unterschiedlichen Größenverhältnisse der Charaktere – die kleinen Zwerge, der kleine Hobbit Bilbo und der große Zauberer Gandalf – darzustellen. Daher wurden zwei Sets aufgebaut, ein detailreiches in dem die Zwerge und der Hobbit aufgenommen wurden, und ein im Maßstab verkleinertes im Greenscreen-Verfahren.

Beide Sets wurden zeitgleich aufgenommen und die Aufnahmen dann übereinandergelegt – schon hatte man einen großen Gandalf neben vielen kleinen Zwergen sitzen.

Diese Technik verlangte dem Schauspieler des Gandalf, Sir Ian McKellen, einiges ab, da er seine Rolle zwar zeitgleich mit den anderen spielte, er seine Schauspielkollegen allerdings nicht direkt sehen konnte, da die beiden Filmsets ja getrennt waren. Dies führte Ian McKellen in eine tiefe Krise.

Frustriert davon reagierte er emotional, musste weinen. „Dafür bin ich nicht Schauspieler geworden“, sagte er. Die Situation wurde von McKellen als so schlimm wahrgenommen, dass er sogar darüber nachdachte, seine Rolle abzugeben.

Richtig interessant wurde es nun danach. Denn die Produzenten sahen, wie frustriert McKellen war und überlegten sich, wie sie ihn wieder besser aufstellen könnten. Der Regisseur Peter Jackson sagte: „Es tat uns leid für ihn, dass er sich im ´Greenscreen-Land´ abgeschoben gefühlt hat.“

Am nächsten Tag dekorierten Sie deshalb sein Chill-Out-Zelt mit alten Elementen aus den „Herr-der-Ringe“-Filmen, um McKellen eine Freude zu machen. Und das klappte! Gerührt von dieser Geste war McKellen mit neuer Kraft erfüllt. „Wer hat das alles gemacht?“ fragte er. Peter Jackson antwortete darauf: „Heute ist ein Gandalf-Wertschätzungs-Tag!“ Diese Wertschätzung wirkte und McKellen blieb als Gandalf am Filmset.

Es mag mehrere Gründe für die Produzenten gegeben haben, aber einer war sicher, dass sie um das Potential von McKellen als Gandalf wussten. Nicht, dass McKellens Performance vor dem Greenscreen schlecht war. Dem Regisseur hat es sehr gut gefallen, was „Gandalf“ tat. Doch McKellen konnte das selbst nicht sehen. Er hatte in dieser Situation einen geringen Glauben an sich selbst, aber die Führungsriege glaubte für ihn an ihn.

Mich inspirierte diese Geschichte. Die gleichen Fragen, die mich damals beschäftigten, möchte ich gern auch Ihnen stellen:

Kennen Sie das Potential Ihrer Mitarbeiter? Kennen Sie das Potential Ihres Teams, Ihrer Kollegen? Nehmen Sie den Kummer, das, was sie begrenzt wahr? Kümmert es Sie?

Erfolgreiche Führungskräfte haben ein Bewusstsein dafür, was die Menschen beschäftigt, die sie führen. Sie sehen, wo sie begrenzt sind und ihr Potential nicht entfalten können.

John Maxwell drückt es so aus:

„People don’t care how much you know until they know how much you care.“

„Es kümmert Menschen nicht wieviel Sie wissen, bis sie nicht wissen, wieviel Sie sich kümmern.“

WEGVISOR hilft Führungskräften, ihr Bewusstsein dafür zu schärfen und begleitet sie durch Personal Coaching dabei,  ihre Teams erfolgreich zu führen. Wünschen Sie sich wertvolle Impulse für Ihr Wachstum und haben Interesse an einem Coaching? Dann rufen Sie uns gern jetzt an!

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